Werner Geißer


Das Jahr im Wandel der Zeit!

Das alte Jahr ging schnell vorbei, wo ist es nur geblieben,
die Zeit hat all die Monate, nach und nach vertrieben.
Geboren ist das Neue Jahr, erst Stunden alt, am frühen morgen,
das alte Jahr ist kaum gegangen, das neue fast schon, Alltag geworden.


Die Schneeglöckchen sind doch erst,
vor ein Paar Wochen, gerade mal grün
aus der Erde gekrochen, und werden schon
die Köpfchen hängend nach unten,
zu schönen Sträußen gebunden.


Der Januar erst halb vorbei, die Krokusse fangen an zusprießen
man kann schon öfter mal, die schönen Sonnentage genießen.
Wenn die Tage länger werden und die Nächte, nicht mehr so lang verweilen,
sieht man in Gedanken sich, schon in die fünfte Jahreszeit enteilen.


Wo Narren singend durch Strassen ziehen
und liebend aus dem Trubel fliehen.
Bis spät am Abend in geselliger Rund,
sie tanzend sich im Kreise drehen
und in der Früh nach Hause gehen.



Der Februar mit seinen frostigen Tagen, die Nächte immer kürzer werden
Mal Regen mal Schnee mal Sonnenschein, bald ist es Frühling auf Erden
Da merkt man’s schon, auch bei den Menschen, an ihrem innigen verhalten
Der Frühling naht mit großen Schritten und lässt sich nicht aufhalten.


Wo ist denn nur der Schnee geblieben
die Knospen sich an Ästen wiegen
die Vögel schweben liebend durch die Luft
Die Bienen sich von Blüten, schwer erheben
In der Erde wimmelt es von Leben
.


Und wenn im März die Sonnenstrahlen, dann die kalte Erde öfter küssen
Ist schon die Zeit gekommen, die Kuckucke im Walde rufen müssen.
Wo Hyazinthen und Narzissen, langsam die Köpfe aus dem Boden heben
kann ein jeder, wenn er will, die Natur, den Frühling schon erleben.




Insekten aller Art, schwirren durch die Luft
und über allem hängt, ein lieblich süßer Duft
Wolken über uns, sich als Regen leeren
alles Leben sehnet sich, nach überreichlich Sonne
wenn sie öfter wieder scheint, ist es die größte Wonne.


Im April ist Osternzeit, wenn sie im März nicht schon gewesen.
Und in der kalten Winterzeit, wurde manches schöne Buch gelesen
Doch ist in lauer Frühlingsnacht, an Winter gar nicht mehr zu denken
Wenn wir Forsythien blühen sehen, unsere Schritte dorthin lenken.


Die Vögel hoch am Himmel schweben
wir den Frühling schon erleben
in Gedanken weilen wir, in lauer Sommernacht.
Im Maienduft, wir auf den Sommer warten
Blumen säen, Rasen pflegen, überall im Garten.



Wenn im Mai, in zwei drei Wochen, die Maikäfer aus dem Boden sich erheben
Entstehet überall, in Feldern, Wäldern, Au und Flur, immer wieder neues Leben.
Im Wonnemonat Mai, wird sich vieles wenden, und vielleicht, im 2.Frühling enden?
Beim Wandern, in der Frühlingsluft, die Gedanken, an die liebsten senden.


Ähren sieht man schon, auf den Feldern wachsen,
Menschen an den Seen, gegenseitig flachsen
der Häher in den Wäldern, über seinem Reiche wacht.
mit Freunden schon im Urlaub sein
abends Grillen, Essen, beim Bier und Wein.



In der Wohnung oder Garten, ruhend, schwitzen, wenn das Tagwerk dann vollbracht,
ruhig wird es in den Strassen und im lauen Juni-Abend, schon sich senkt die Nacht.
In Gedanken schnell, ziehen die Monate vorüber, schnell vorbei das halbe Jahr
auch vorbei der Sommeranfang, glaubt mir doch, es ist schon Wahr.


Städtereisen, Urlaubsländer, die Museen,
Berge, Seen und auch Täler, alles muss man sehen.
Sehnsucht nach der Ferne, in der Heimat bleiben.
Zu Hause ist es noch am schönsten,
manchmal doch, auch am bequemsten.



Der Juli kommt mit großen Schritten, heißen Tagen und der schwülen Sommernacht
Hat dem Landmann und den Helfern sehr viel Arbeit mitgebracht.
Die Erntezeit ist voll im Gange, wenn die Dreschmaschine, täglich, sich dann dreht
Ist vom schaffen krumm der Rücken, Arbeit gibt’s von Früh bis spät.


Fußball spielen, schwimmen, radeln
mit Booten in den Flüssen Paddeln,
Pilze sammeln, etwas tun, ganz einerlei,
Beeren pflücken, auch beim Wandern,
oder ruhen wie die Andern.


Wenn im August das Obst an Bäumen, und die Beeren, in den Sträuchern hängen,
die Rüben und Kartoffeln in der Erde, sich dicht an dicht, aneinander drängen.
Über Nacht, hat aus rötlich grünen Blüten, die Sonne, schwarze Beeren hervor gebracht.
An den Seen, in den Bädern, hört man Jubel und Geschrei! Bald ist auch der Sommer, vorbei.


Eingefahren ist die Ernte, bis auf manches hie und da
Zugvögel kommen, sammeln sich zur Vogelschar
Werden auch bald weiterziehen in den fernen Süden hin
Werden in den fernen Ländern Überwintern dort.
Bleiben dann bis in den Frühling, lange, lange fort.


Im September, bauen Nachbarn, Zelte auf und feiern, lachen, bis Späth dann in der Nacht.
Überall hört man es Singen, in den Gärten, in den Gassen, wenn das Straßenfest erwacht.
Auf den Tischen stehen Salate, an den Feuern wird Fleisch gebraten, mit Musik und viel Trara.
Und allen Gästen ist es klar, dieses Straßenfest wird schöner, schöner noch als voriges Jahr.


Winzer sich die Hände reiben, die Weinlese schon betreiben,
Herbstlaub bunt gefärbt, Trauben in Fässern gärt,
Herbstwind über Felder streicht, dem Winter schon die Hände reicht,
wird ein jeder jetzt schnell begreifen,
der Herbst wird langsam, dem Winter weichen.


Wenn wir am Sonntag im Oktober, mit Kartoffeln, Korn, Obst, Brot, Kürbis und auch Eiern, Gemüse, Geld, Getreide, in den Kirchen für die Armen, Gott zu Ehren, Erntedankfest feiern.
Über Stoppelfeldern, dann die Drachen aus Papier, sich mit dem Winde in die Luft erheben.
Möchte doch ein jeder der sie sieht, gerne über Felder, Wälder und die Wiesen schweben.


Jeder strebt nach Gut und Geld, keine Zeit mehr für die Welt.
Leute finden sich zusammen nur um Reichtum zu erlangen.
Das Gefühl, das Herz wird kälter und der Mensch wird schneller älter.
Freundschaft pflegen das ist richtig, Menschen lieben auch sehr wichtig
Wenn jeder sich nur kennt allein, wird er sehr schnell einsam sein.



Wenn im November, die Nebelschwaden durch die Felder, Städte und die Wiesen ziehen
Möchte sicher fast ein Jeder in den warmen Süden fliehen. Oder in den kalten Norden?
Wir im Herbst, im Sommer noch verharren, lässt die kalte Winterluft alles längst erstarren.
Wenn Frucht und Ähren längst absterben, sie neuen Samen, dem Frühling schon vererben.



Die kalte Luft schon eisig weht, Winteranfang vor der Türe steht
wir spürten wie die Monate verrinnen, die Eiswein lese kann beginnen.
Geschenke kaufen, Plätzchen backen und noch alles schnell verpacken.
der erste Schnee hernieder fällt, Vorweihnachtszeit ist es auf der Welt
Jahresende nicht mehr weit, bald ist schon Sylvesterzeit.



Der Dezember ist gekommen, zwölf Monate schon fast zerronnen, Besinnlichkeit ist angesagt,
selten haben wir Zeit dafür, Weihnachten steht schon vor der Tür und die Eile überragt.
Die Zeit vergeht, vorbei das Jahr, man glaubt es kaum, im Zimmer steht der Weihnachtsbaum
Für das Weihnachtsessen sich noch plagen, das Fest, es soll doch gut geraten.


So mancher über Eile sich beklagt, und mit der Zeit ist er betagt
kaum sind die Weihnachtkerzen Abgebrand, wird für Sylvester schon gerannt.
Kaum den Raketenrauch gerochen, ist das neue Jahr schon angebrochen.
Schneller als der Rauch verweht, so schnell das Jahr, die Zeit vergeht.
Kaum dass man richtig sich besonnen, sind so die schönsten Jahr zerronnen.


Ein bisschen eilen, ein bisschen weilen, mehr Zeit zum Leben muss man sich geben,
auf das Leben sich besinnen, öfter etwas neues beginnen, erinnern, an die schöne Zeit,
das Alter naht, ist nicht sehr weit, ist schneller da, als man sich denkt,
ein jeder selbst sein Leben lenkt. Mit Gottvertrauen sein Leben aufbauen
nur so kann das Leben, alles Schöne geben.


Neu geboren ist das Jahr und seine Kinder, die Monate, vergehen schnell wie im Flug.
Und Jahr für Jahr vergeht die Zeit, ein kleiner Schritt nur in der Ewigkeit.
Doch wer den Tag bewusst erlebt, kann nichts erschüttern, auch wenn die Erde bebt.
Und treten wir einst ab in diesem Leben, wir in unseren Enkeln "und mit ihnen" weiterleben.
Nur so hat das Leben einen Sinn, ist für die Menschheit ein Gewinn.



© by Werner Geißer, Weiterstadt

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