Doch das Heimweh bleibt
von Erwin Horning
Vorwort zur Geschichte
Einige kurze Ausschnitte aus: "Doch das Heimweh bleibt"
Ausschnitte aus dem Buch - Auswahl 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 13
Vorbereitung und Auswanderung nach Amerika
Wie ich nach Toronto kam
Vorwort
"Durst ist schlimmer als Heimweh" sagt der Volksmund. Da mag schon etwas Wahres dran sein. Aber Heimweh kann unheimlichen Durst erzeugen, Durst nach der alten Heimat, in der man einst geboren wurde.
So erging es auch Willi Schmidtke, einem Umsiedler aus dem ehemaligen Bessarabien. Durch die Hitler-Stalin- Vereinbarung war es den Bessarabiendeutschen erlaubt, ins damalige Deutsche Reich umzusiedeln; denn sowjetische Truppen besetzten im Juni 1940 Bessarabien.
Noch während des 1. Weltkrieges, als in Rußland die Revolution schon im vollen Gange war, wurde im April 1918 Bessarabien, das zuvor zum zaristischen Rußland gehörte, mit dem Mutterland Rumänien vereinigt.
Im September 1939 brach der 2.Weltkrieg aus. Im Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der damaligen Sowjetunion war eine Klausel aufgenommen, in der es hieß, dass Rumänien Bessarabien an die Sowjetunion abtreten muß, die aber dort lebenden Deutschen ins Deutsche Reich übersiedeln können.
Die Trennung von der alten Heimat fiel allen schwer. Die sauer erworbenen Güter mußten zurückgelassen werden. Jeder wußte, unter den Kommunismus geraten, hieße, das Ende für das bessarabische Völkchen. Kaum waren die sowjetische Truppen in Bessarabien eingerückt, hatte man schon begonnen die Landwirtschaft zu Kolchosen umzufunktionieren; und die Kleinindustrie sollte auch verstaatlicht werden.
In den Geschäften und Läden gab es bald keine Waren mehr. Der Import aus Rumänien und anderen Staaten hatte aufgehört zu existieren und die Sowjetunion konnte diesen auch nicht ersetzen. Jeder war froh, wenn man noch ein bißchen Salz, Zucker, Petrolium oder andere wichtige Dinge erhaschen konnte, nach stundenlangem anstehen.
So verließen die letzten Deutschen in Arzis am 4. Oktober 1940 und ihr geliebtes Heimatland Bessarabien.
Mit Pferdegespannen, Omnibussen und anderen Fahrzeugen ging es über die bessarabische Steppe nach Kilija an die Donau. Kleine Fahrgastschiffe brachten sie nach Jugoslawien und von dort aus per Bahn über Österreich nach Deutschland. So waren die Heimatlosen viele Monate unterwegs, von einem Umsiedlungslager ins andere, psychisch und physisch gestreßt, bis sie dann endlich im Warthegau und Westpreußen angesiedelt waren.
Das Verlassen der Heimat bedeutete für die Bessarabiendeutschen nicht nur Verlust der Heimat, sondern zugleich auch die Auflösung eines kleinen Völkchen von rund 93 Tausend Menschen. Und hinter jedem Umsiedler stand ein besonderes Lebensschicksal, wie das, des Willi Schmidtke aus dem Arziser Gässle.
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Einige kurze Ausschnitte aus: "Doch das Heimweh bleibt"
Ich wohne schon viele Jahre in Kanada. Im Mai und Juni 1955 war ich in Deutschland und habe nach langer Zeit wieder mal meine Verwandschaft in der Stuttgarter Umgebung besucht.
Als ich 1953 ausgewandert bin, gingen die Kinder der Verwandten noch zur Schule und in den Kindergarten. Heute haben ihre Kinder wieder Kinder, die ich erst einmal kennenlernen mußte.
Ach so, eigentlich wollte ich mich gleich am Anfang vorstellen: Willi Schmidtke ist mein Name und bin im Juni 1928 in Arzis im Gässle geboren.
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Ausschnitt 1
Ich mache mir heute so meine Gedanken, wie wohl die Ortsnamen in Bessarabien entstanden sind, als die ersten Kolonisten Bessarabien besiedelt haben. Zunächst wurden die Dörfer nummeriert und dann bekamen die Dörfer ihre Namen. Weil es in Bessarabien durch die Karpatenausläufer viele Täler gibt, hatte man auch Täler in die Ortsnamen einfließen lassen, wie zum Beispiel: Gnadental, Friedenstal, Lichtental, usw. Als Alt-Elft gegründet wurde, gab man der Siedlungsstätte die Nummer 11 . Dazu gehörten über 8.000 ha Land. Weil die Ländereien so weit auseinander lagen, musste man zwangsweise die Gemeinde teilen in Alt-Elft und Neu-Elft. Der Name selbst stammt von der Zahl Elf.
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Ausschnitt 2
Arzis hieß anfangs bei der Gründung des Ortes Johanneshort, dann später erst Arzis. Arzis und Brienne gibt es auch in Frankreich, daher erinnerte man sich an den Sieg der Verbündeten über Napoleon. In manchen Städten gibt es sogar die Arziser Straße. So ging Arzis in die Weltgeschichte ein.
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Ausschnitt 3
Als unsere Vorfahren in Bessarabien ankamen, fanden sie nichts weiteres vor als mit Bocksbart bewachsene baumlose Steppe. Sie hatten einen schweren Anfang. Man hatte zunächst primitive Hütten errichtet. Die versprochenen Hilfen des Staates wurden nur spärlich erfüllt. Bei mangelhafter Ernährung, schlechter Kleidung und Unterkunft, angeschlagene Gesundheit, ließen Krankheiten nicht lange auf sich warten. Epidemien brachen aus. In Arzis traf es die Pest, dabei starben zwischen 1829-1831 viele Menschen, die in Massengräbern beerdigt wurden. Daher auch der Name "Pestfriedhof". Es gab viele Rückschläge, Mißernten, Seuchen, und Heuschreckenplagen.
Ausschnitt 4
Trotz allem haben die Menschen durchgehalten und nach längerer Zeit haben sie es zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht. Einige Bauern, Handwerker, Beamte und Intellektuelle hatten sich bis zur Umsiedlung 1940 eine gute Existenzgrundlage geschaffen.
Handwerk, Industrie und Handel hatten sie zu einflußreichen Leuten gemacht.
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Ausschnitt 5
An einem heißen Julitag, es muß 1935 gewesen sein, ging ich wieder mal auf den Markt. Ich hatte drei Lei in der Tasche und wollte mir für einen Lei Maroschna ( Eis) kaufen. Da sah ich meinen Vater in die Wirtschaft (Restaurant) gehen, also in die Schenke zum Dobrowolski. Drinnen war es kühler als draußen.
Ich näherte mich meinem Vater, der mit noch drei Männern am Tisch saß.
In Bessarabien gab es viel Obst, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen und viele andere Obstsorten. Eine Birne hieß auf Schwäbisch "a Bier", kurz gesagt mein Vater hatte ein schäumendes Glas Bier vor sich stehen. Ich kannte zwar Weiß- und Rotwein, aber hatte mit sieben Jahren noch nie etwas von Bier gehört. Es sah so appetitlich aus und Durst hatte ich auch.
Mein Vater sagte: " Wilscht an Schluck Bier?"
Ich dachte es wäre Biersaft und süß, so nahm ich einen kräftigen Schluck.
Wie war ich enttäuscht, es war bitter, ich habe es dann doch hinuntergekriegt, aber Bier habe ich keines mehr getrunken bis ich über zwanzig war.
Mit sieben, also 1935, wurde ich eingeschult. Zuvor war ich ein Jahr im Kindergarten.
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Ausschnitt 6
In unserem Gässle wohnten meistens Deutsche.
Arzis hatte eine Hauptstraße vom Oberende bis zum Unterende. Parallel lief die Spitalstraße und das Gässle war wiederum parallel zu den beiden Straßen hinter der Bahnlinie. Es gab auch einige Querstraßen.
Arzis hatte auch ein Spital (Krankenhaus) und einige Ärzte, Doktor Gerstenberger, der letzte Krankenkassenarzt, Dr. Mauch, Dr. Bogner, und ich kenne auch noch einen Dr. Caroll der Jude war, und eine russische Ärztin, eine Doktorin, wie wir sie nannten.
Einen Zahnarzt gab es nicht; und Zähneputzen kannte auch so gut wie niemand. Der alte Bierer, er war ein Feldscher (Sanitäter) im ersten Weltkrieg und führte ärztliche Tätigkeiten aus in Bessarabien .
Vielen von uns hatte der alte Bierer dazu verholfen, das Licht der Welt zu erblicken. Auch manchen Kranken hat er geholfen. Wenn er unterwegs war, hatte Bierer immer eine Zange in der Tasche. Wenn jemand Zahnweh hatte, zog er ihm die Zähne, natürlich ohne Narkose oder ein anderes Betäubungsmittel. Ja, damals war es eben nicht anders.
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Ausschnitt 7
Mein Vater war Briefträger oder auch Postillion genannt. Ich kann mich noch gut an Einzelheiten erinnern. Arzis war ein größeres Dorf oder auch Flecken genannt. Wir hatten im Ort eine Eisenbahn, ein Bahnhofsgebäude, Post, Apotheke, eine Getreidemühle, ferner Handwerker und Leichtindustrie, dazu deutsche Besitzer wie z.B. Stelter, Rasch, Meske, Klett, Bogner und andere und eine Ölmühle, der Besitzer war ein Jude. Es gab eine deutsche Schule, eine rümänische und eine Judenschule. Die neue deutsche Schule wurde 1930 in einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht. Im gleichen Jahr gedachte man der Kirche, die auf ihr fünfzig - jähriges Bestehen zurückblicken konnte.
Auch drei Friedhöfe gab es, den alten Friedhof, den neuen, der Ende des vorigen Jahrhunderts angelegt wurde, und einen Judenfriedhof.
Zweimal in der Woche war Markt, Dienstag und Freitag, und es kamen Fuhren und Wagen aus sämtlichen Nachbardörfern.
Man hörte deutsch, russisch, rumänisch, bulgarisch und jüdisch und weiß Gott noch welche Sprachen, auch Zigeuner nicht zu vergessen.
Im Sommer gingen wir Kinder auch auf den Markt. Eine Saike Weißbrot hat zwei Lei gekostet, doch besser hat mir das Marktbrot geschmeckt, das war eine Art Grau- oder Schrotbrot. Schon allein der würzige Geruch hatte es uns angetan.
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Ausschnitt 8
Russen haben gleichfalls im Gässle gewohnt, z.B. der Schmied Iwan, Schneider Iwan, der Bonder oder Faßmacher und noch einige mehr. Alle haben friedlich mit und nebeneinander gelebt, gearbeitet und wir Kinder haben miteinander gespielt.
In unserem Gässle, wo wir wohnten, hörte gegenüber die Häuserreihe auf. Auf dem unbebauten Land wuchs viel Gras, es war quasi eine Wiese, da haben wir Kinder uns immer nach Feierabend getroffen und gespielt. "Fangerla, Versteckspiel, Ringelreihen, Ringlein zu mir, Häschen hüpf" und dabei haben wir gesungen und auch Volkstänze aufgeführt. An einige Texte kann ich mich auch noch gut erinnern. Zum Beispiel im Reigen gingen die Jungen außen, die Mädchen innen in entgegengesetzter Richtung, dabei wurde gesungen:
"Ich nahm die Brille vor meinen Augen, um zu seh'n was die Bücher taugen, da las ich deutlich: ich kann unmöglich noch länger leben ohne dich". Dann machte alles Halt und wer gerade wem gegenüber stand, mit dem oder der wurde dann getanzt.
Ein anderes Spiel lernten wir im Gässle. Auch hier gingen wir im Reigen: "Grünes Gras, grünes Gras unter meinen Füßen hab` verloren meinen Schatz, den ich werd' suchen müssen. Ist nicht hier, ist nicht da, unter diesen allen, wird gewiß wohl einer sein, der mir wird gefallen".
Dann blieben wir wieder stehen und sangen unserem Gegenüber:
"Dreh dich um ich kenn' dich nicht,
bist du's oder bist du's nicht.
Nein, nein, du bist es nicht, scher dich weg,
ich mag dich nicht".
Danach kam wieder: "Grünes Gras" und "dreh dich um, du bist es wohl, der mit mir jetzt tanzen soll".
Dann wurde getanzt und gesungen: "Schmiede das Eisen so lange es glüht, pflücke die Rose so lange sie blüht. Kommet zum Tanz, kommet zum Tanz, kommet zum Tanz".
So kamen die Mädla und Buba oft im Gässle zusammen und hatten ihre Freude am Spielen.
Quer über den unbebauten Spielplatz führte ein Fußsteg unter der Bahnbrücke hindurch zur Schule, zum Friedhof und zum Dorf. Links und rechts des Bahndammes war ein breiter Graben. Man nannte ihn Liniegraben. Im Sommer war der meistens trocken. Im Winter stand Wasser im Graben und bei Frost war der Graben zugefroren. So hatten wir Gelegenheit mit selbstgemachten Schlittschuhen uns sportlich zu betätigen. Wir Jüngeren, die keine Schlittschuhe besaßen, hatten unsere Freude am Schlittern.
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Ausschnitt 9
König Carol II. von Rumänien kam eines Tages in unsere Kreisstadt Akkerman. Wie ich das wohl noch weiß? Es war in den dreißiger Jahren am 20. Juni, ich hatte gerade Geburtstag. Es war daheim Mode gewesen, wenn eins der Kinder Geburtstag hatte, zog man uns an den Ohren; und so konnte ich den Tag nicht vergessen, als König Carol nach Akkerman kam.
In Arzis auf dem Bahnhof wurde ein Güterwagen an den Personenzug angehängt, wahrscheinlich waren keine Plätze mehr vorhanden. Ungefähr 20 Personen oder auch mehr stiegen ein. Sitzplätze waren nicht vorhanden, alle Fahrgäste mussten stehen. Aber was machte das schon. Ich war sehr froh, auch in einem sogenannten Viehwaggon unterwegs zu sein. Es hatte so etwas Romantisches an sich, die Kreisstadt zu besuchen. Einmal im Leben den König zu Gesicht zu bekommen, war doch für mich eine besondere Attraktion.
Es muß sehr früh gewesen sein, als wir in Arzis in den Zug einstiegen. Die Schiebetür des Waggons war halb offen und ich sah zum ersten Mal den Sonnenaufgang in meinem Lebens. So schön hatte ich es mir an jenem Morgen nicht vorgestellt. Man muss es einfach erlebt haben.
Gegen Mittag kamen wir in Akkerman an und begaben uns an die Straße, wo der König in einer mit Gold beschlagenen Karosse vorbei fuhr. Die vielen Reiter mit goldenen Tressen sahen für mich aus wie Zirkusleute. Wir sahen ihn nur für Sekunden. Das war das erste Staatsoberhaupt, das ich je gesehen hatte. Erst viel später, 1950 habe ich zufällig Bundespräsident Theodor Heuss in Bremerhaven erblicken können, wie er mit einem schwarzen Mercedes an mir vorbeifuhr.
In Akkerman auf dem Bahnhof habe ich zum ersten Mal einen Nuschnik (Toilette) mit Wasserspülung gesehen. Es war natürlich eine einfache, primitive Anlage. Man hat sich einfach aufs Tschüble gesetzt und seine Sache verrichtet. Ein an der Wand angebrachter Tank, ein Rohr und eine Kette zum Ziehen, das war alles. Wie alles weiter funktionierte, darüber machte ich mir zunächst keine Gedanken. Jedenfalls hatte mich das alles fasziniert mit der Wasserspülung, so dass ich zu Hause es ausprobierte. Daheim angekommen, fand ich eine größere Blechdose, habe sie auch irgendwie an der Rückwand unseres Nuschniks angebracht, eine Schnur zum Ziehen auch und füllte die Dose Wasser.
Alles funktionierte, nur leider hatte ich das Rohr zum Abort vergessen. Als ich an der vollgefüllte Dose zog, kam das Wasser über mich und ich war nass wie ein Pudel. Das war meine erste Erfahrung mit dem Spülklosett.
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Ausschnitt 10
Es war Ernte- und Dreschzeit.
Bei Bauer Radke war der Reitejunge vom Pferd gefallen und hatte sich den Arm gebrochen, hieß es. Nun wurde ein neuer Reitejunge gesucht, der vor der Mähmaschine die richtige Richtung beim Mähen des Getreides anzeigen sollte. Ich war sehr begeistert; denn es gab für einen Jungen am Tag fünf Lei und Verpflegung. Das war schon was! Und wenn man älter war und diese Arbeit jedes Jahr tat, bekam man mehr Geld. Ein Tagelöhner verdiente etwa 20-25 Lei am Tag.
Ich aber habe die Rechnung ohne den Wirt gemacht, wie man so schön sagt. Hatte keine Ahnung, was das bedeutet; den ganzen Tag auf einem warmen, nein heißen, schwitzigen Pferd zu sitzen während der Erntezeit. Wie dem auch sei, früh am Morgen wurde ich geweckt. Hinten im Kastenwagen zwischen Pferdefutter, Wasserfässern und Steinkrügen fand ich notdürftigen Platz. Nach eineinhalb Stunden oder so, waren wir "uf der Stepp", wie man bei uns sagte. Riesige goldene Weizenfelder hatte Bauer Radke. So gegen neun Uhr ging es an die Arbeit. Die Pferde wurden an die Getreidemähmaschine angespannt. Es war mein erster voller Arbeitstag. Ich wurde auf das linke vordere Pferd gehoben und fühlte mich wie König Salomo, aber nicht lange. Die Sonne brannte vom Himmel. Die Pferde fingen an zu schwitzen. Ich hatte weder Hut noch Mütze auf dem Kopf. Nach etwa dreieinhalb Stunden war Mittag. Es gab Schafkäse, dicke Milch, Brot und Wurst. Nach dem Essen lag ich unter dem schattigen Wagen. War man gerade kurz eingeschlafen, da es hieß: Es geht weiter! Die Pferde hatten gefressen und waren getränkt. Man hob mich wieder auf den Pferderücken und da merkte ich, dass mein aller wertester Hintern durchgeritten war. Mit wundem Hintern auf einem Pferd sitzen ist schon mehr als eine Zumutung. Der Pferdeschweiß drang durch meine kurze Hosen und verursachten große Schmerzen.
Spät am Abend kamen wir vom Erntefeld zurück. Bei Großmutter angekommen, sagte ich: "Großmutter, i' geh morga nemme na." - "O ja,", sagte sie: "du hascht a Stell a'gnomma, des isch so gut, wie a' Vertrag, du bleibscht, bis sie ain Ersatzjunge gfunda hen."
Ich ging und war meiner Großmutter gehorsam.
Nach einer Woche hatte ich Hornhaut auf dem Hintern.
Stolz bin ich, ohne mich anzumelden, nach Hause gefahren. Hatte 30 Lei verdient und auf dem Markt in Arzis in der Eisbude eine Maroschna (Eis) gekauft. Beim Jankelewitsch a'paar Zuckarla (Bonbon) und kam mit 25 Lei daheim an.
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Ausschnitt 11
Hitler und Stalin hatten damals irgendwie einen Kuhhandel abgewickelt und am 2.Oktober verließen wir Arzis in Richtung Süden mit Pferd und Wagen.
Es ging über Brienne, Dennewitz und in Pomasan haben wir auf einem Strohlager übernachtet. Am nächsten Tag kamen wir in Kilija, an. Viele hunderte Fuhrwerke blieben am Hafen zurück, als wir in das Donauschiff einstiegen. Jeder hatte eine Umsiedler-Kennkarte mit Namen und Nummer bekommen, die um den Hals gehängt wurde, als wir durch die Kontrolle mußten.
Vier Tage und Nächte waren wir unterwegs. Es ging Donau aufwärts. In Semlin, -Jugoslawien - war ein Auffanglager. Schon auf dem Schiff wurde ich krank und mußte in Semlin zurückbleiben. Meine Mutter und die beiden Schwestern fuhren mit der Bahn weiter.
Nach vierzehn Tagen war ich genesen und mit dem nächsten Transport ging es dann nach Deutschland.
Sonderzüge brachten uns über Graz und Wien (Österreich) nach Sachsen. In Graz wurden wir deutschen Umsiedler mit Pauken und Trompeten empfangen. Fahnen hingen links und rechts und an einem Gebäude war mit großen Buchstaben zu lesen:
"Herzlich Willkommen im Großdeutschen Reich".
Wenn man so zurückdenkt, es waren immerhin 93.000 Bessarabiendeutschen, die umgesiedelt wurden. Dazu kamen noch Deutsche aus der Dobrudscha (Rumänien), aus Galizien, Wolynien, Baltendeutsche und viele andere. Es hieß: "Deutsche heim ins Reich".
Als wir in Sachsen ankamen, ging es von einem Lager ins andere. Wie gesagt, ich war damals zwölf Jahre alt. Bei mir war Horst Kittler, auch aus Arzis, der erst acht oder neun Jahre alt war und sich immer bei mir aufhielt. Sein Vater Otto Kittler war zu Haus in der Arziser Blaskapelle.
Einige Durchgangslager kann ich noch nennen: Chemnitz, Crimitschau, Annaberg-Buchholz, Hormersdorf und Pirna. Unser Umsiedlungslager war in Mülses St. Jakob, dort blieben wir von 1940-41. Mein Kindertraum war in Erfüllung gegangen.
Als Kinder haben wir die Dinge ganz anders gesehen und alles so genommen, wie es kam. Wir haben gelernt, uns umzustellen und anzupassen. Vielen älteren Leuten ist es sehr schwer gefallen, man bedenke die Massenquartiere und quasi die Massenabfütterung.
Eine ungewohnte und besonders unbequeme Lebenssituation, die niemand vorher kannte.
Im Sommer 1941 nach monatelangem Lagerleben, wurden wir nach Leslau a.d. Weichsel gebracht und dort angesiedelt. Mein Vater bekam eine Anstellung bei der Post. Wir Kinder besuchten dort die Schule. Mutter und Mariechen waren zu Hause.
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Ausschnitt 12
Nun kamen schlimme Jahre auf mich zu.
Ostern 1943, ich war keine fünfzehn, hatte gerade die achtklassige Volksschule beendet, als man mich in ein Landjahrlager schickte nach Liebensee, Kreis Hohensalza. Da wurden aus Kindern junge Männer gemacht. Es war quasi eine vormilitärische Ausbildung, eine Art Kadettenschule, nur man hatte sie anders genannt. Wir trugen graue Uniformen, wurden gedrillt, hatten Heimabende, Gesang und Geschichtsunterricht. Disziplin wurde uns auch beigebracht.
Danach kam ich 1944 auf ein großes Gut im Kreis Gnesen. Ich sollte Landwirtschaft erlernen, da man im Osten, wie es hieß, Verwalter für die großen Ländereien brauchte. Es kam anders. Im September 1944, ich war gerade erst 16 Jahre alt geworden, als man mich eingezogen hat. Bald darauf wurde ich zur Partisanenbekämpfung in Süd-Ostpreußen eingesetzt. Ich wurde verwundet am Daumen und rechter Oberschenkel. Das Notlazarett war in einer Schule eingerichtet. Als man mir die Splitter entfernt hatte, sah ich mich um, mindestens 30 Prozent der Verwundeten waren 16 bis 17-jährige junge Männer.
Wenn ich zurückdenke, höre ich heute noch die Schreie der jungen Soldaten, die eigentlich noch Kinder waren.
Gott sei Dank, im Januar 1945 bekam ich zwei Wochen Genesungs-und Erholungsurlaub und so fuhr ich mit der Bahn nach Leslau zu meiner Mutter. Als ich zu Hause eintraf, war die Wohnung leer. Der Hausmeister, der Pole war, traf ich bald darauf. Ihn fragte ich, wo meine Mutter wäre.
Seine Antwort: Die sind fort, wohin könne er mir auch nicht sagen.
Die Möbel in der Wohnung waren noch alle da , und ich fand auch noch was zu essen.
Was jetzt?, fragte ich mich. Wie soll es weitergehen? Mutter und Geschwister waren geflüchtet.
Ich zog Zivilkleider an und habe mich noch einige Tage umgeschaut. Ich traf nur noch eine bekannte Familie. Alles ging durcheinander. Die Menschen waren auf der Flucht. Niemand wußte, wie es weitergehen sollte. Es hieß, es ist vorbei, die Russen kommen. Ich konnte all das gar nicht so richtig begreifen.
An der Weichsel sollten die Russen aufgehalten und im Frühjahr wieder zurückgeschlagen werden. Aber dazu kam ja es nicht mehr.
Mit der Bahn fuhr ich dann am 18. Januar 1945 nach Gnesen und von dort aus zu Fuß auf das Gut, wo ich Landwirtschaft erlernen sollte, aber nichts daraus wurde. Die Leute staunten, als sie mich sahen. Sie hatten mit mir nicht mehr gerechnet. Am 19. Januar wurden zwei Wagen beladen.
Es war bitter kalt. Am nächsten Tag, gegen Mittag verließen wir mit acht oder neun Pferdegespannen Lübenwalde in Richtung Gnesen. Ich lenkte einen Wagen mit drei Pferden. Die Straßen waren verstopft, der Treck wurde länger und länger. Manche Tage machten wir nur 20 Kilometer. Im Kreis Birnbaum haben wir die Reichsgrenze erreicht und weiter ging es gen Westen.
Einen Tag vor der Oderüberquerung haben wir noch bei Küstrin in einem kleinen Ort übernachtet. Die Hausbesitzer waren schon geflüchtet. Ich habe die Pferde versorgt und ging dann ins Haus, um mich aufzuwärmen. Aber zuerst mußte ich Feuer machen im Kachelofen, als mein Blick auf die Wand hinter dem Sofa fiel, da hing ein Spruch etwa 30 mal 50 Zentimeter groß, gestickt, also Handarbeit, darauf standen die Worte:
"Der Mensch braucht ein Plätzchen
und sei's noch so klein,
von dem er kann sagen:
sieh hier, das ist mein.
Hier leb ich, hier lieb ich
hier ruhe ich aus,
hier ist meine Heimat,
hier bin ich Zuhaus."
Schon damals hat dieser Spruch es mir angetan. Da steckt so viel Wahrheit, so viel Inhalt drin und dennoch gibt es so viel Ungerechtigkeit auf der Welt.
Die Hauseigentümer waren fort, sie hatten ihre Heimat verlassen wie viele unter uns, wahrscheinlich mit der Gewißheit, sie für immer zu verlassen. Den schönen gestickten Spruch an der Wand habe ich mir einige Male durchgelesen und auswendig gelernt. Deshalb kann ihn nicht vergessen.
Beim Bürgermeister mußten wir jungen Männer uns melden und hernach noch in Celle. Wieder hatte man uns militärisch eingekleidet, wir bekamen eine zweiwöchige Ausbildung und ab ging es an die Westfront. Da angekommen, hieß es, vorwärts Kameraden, wir müssen zurück.
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Ausschnitt 13
Die Amerikaner waren am Anrücken.
Nach drei Tagen wurden wir gefangengenommen. Es war der schwärzeste Tag meines Lebens, vom Feind im eigenen Vaterland gefangen genommen zu werden. Ich habe mich so erniedrigt, so gedemütigt gefühlt, ja fast geschämt.
Nach dreieinhalb Wochen Gefangenschaft, es war der 12. Mai 1945, vier Tage nach der Kapitulation, wurde ich mit noch vier anderen Jungs entlassen. Geht und sucht eure Mutter, hieß es. Und wir gingen.
Geld hatten wir keins, also liefen wir auf Schusters Rappen, zu Fuß , von Dorf zu Dorf, bis ich nicht mehr konnte. Meine Beine taten weh und wollten mich nicht mehr tragen. Wir setzten uns in den Straßengraben um ein wenig auszuruhen. Ich zog meine Schuhe aus.
Siehe da, die Hacken waren voller Blasen, und Schmerzen hatte ich auch.
Kein Wunder, die Schuhsohlen lösten sich. Die Schnürsenkel hatten schon paar Knoten. Wenn es regnete bekam ich nasse Füße.
Es wurde Zeit, irgendwo einzukehren, um anderes Schuhwerk zu besorgen. Die abgelatschten Dinger machten meine Füße noch ganz kaputt. Ich hatte noch einen langen Weg vor mir.
Nach etwa einer halben Stunde Pause ging es wieder weiter. Die Jungs, die mit mir entlassen wurden, schlugen einen anderen Weg ein.
Jeder muß seinen eigenen Weg gehen, und ich ging den meinen. So ist das auch im Leben. Wahrscheinlich ist jedem seine Lebensstraße vorgezeichnet, dachte ich.
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Vorbereitung und Auswanderung nach Amerika
Ich wollte all den Schwierigkeiten in Deutschland aus dem Wege gehen und auswandern.
Das Ziel war Amerika.
Ich fuhr zum amerikanischen Konsulat um einen Auswanderungsantrag zu stellen. Da ich in Bessarabien geboren bin, wurde ich als Rumäne eingestuft und hätte, da die rumänische Quote so niedrig und die Warteliste so lang war, sechs bis acht Jahre warten müssen.
Darauf sagte man mir, ich sollte es doch mal mit Kanada versuchen. Amerika war ein Anziehungspunkt für viele, ein starker Magnet, die halbe Welt wollte nach Amerika. Kanada dagegen war für mich damals eine englische Kolonie. Ich wurde erst einmal aufgeklärt, daß es so nicht stimmt; denn Kanada wäre genau so ein Land, wie die USA.
Daraufhin ging ich im Mai 1953 zum kanadischen Konsulat und war vier Monate später, am 18. September 1953 in Kanada, dem zweitgrößten Land der Erde.
Als ich 1953 auswanderte, bestand drüben noch eine Devisenbestimmung. Ich durfte nur 40 DM ausführen, welche ich im Überseeheim Bremen einzahlte. Gegen Quittung bekam ich in Quebec, das war der Bestimmungshafen, zehn kanadische Dollar und 30 Cents ausgezahlt.
Unser Schiff war ein umgebauter Frachter, es war die "Castel Bianco". Die Überfahrt dauerte neun Tage.
Sechs davon waren stürmisch und der Kahn hat ganz schön geschaukelt. Es gab viele Seekranke. Von über 600 Passagiere waren manchmal nur 70 bis 80 zum Essen erschienen. An Bord bekamen wir drei Mahlzeiten.
Am 18. September lief das Schiff in den Hafen ein.
Es gab noch einmal Frühstück und dann ging es von Bord. Das Ausladen, die Zollabfertigung, Kontrollen und Registrierung dauerte etwa zehn Stunden. Um 19 Uhr saßen wir im Zug und fuhren los in Richtung Montreal-Toronto.
Der Zug rollte bereits als sich mein Magen meldete, er knurrte laut. Da merkte ich erst, daß ich seit dem Frühstück an Bord des Schiffes nichts mehr gegessen hatte. Jemand kam vorbei mit belegte Brötchen und ich fragte: "Wo gibt es was zu essen?" Der Fremde antwortete: "Da vorn im Speisewagen!" Ich machte mich auf und fand ihn. Englisch konnte ich nicht und so zeigte ich auf verschiedene Stullen und auch auf eine Cola und wollte mich gleich wieder auf meinen Platz begeben. Der gute Mann hielt mich fest und rieb Daumen und Zeigefinger, das hieß so viel wie bezahlen. Auch ich anwortete in Zeichensprache: Wieviel? Er zeigte zwei Finger, das hieß 2 Dollar.
So kam ich dann am nächsten Morgen nach zwölfstündiger Bahnfahrt in Toronto an.
Das schlimmste an der Auswanderung war die Sprachbarriere. Meinen Koffer gab ich in der Gepäckaufbewahrung ab und machte mich auf den Weg ins Ungewisse.
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Wie ich nach Toronto kam
Von Kanada wußte ich soviel wie gar nichts. Auf dem Einwanderungsbüro fragte man mich, wohin ich wollte. Nach Kanada war meine Antwort. Ich sollte eine Stadt angeben und kannte keine. Der Beamte zeigte mit dem Finger auf eine Landkarte an der Wand. Da fiel mir ein schwarzer Punkt auf, es war Schmutz. Wahrscheinlich ging es andern Leuten eben so wie mir, die nicht wußten, wohin sie sich entscheiden sollten. Der schmutzigste Punkt auf der Karte war beim näheren Hinschauen Toronto. Da tippten wohl alle vor mir mit dem Finger drauf. Nun konnte ich es mir leicht erklären, mit dem schwarzen Punkt auf der Karte. Da gehen alle hin, oder jedenfalls die meisten, da muß es Arbeit geben oder was los sein. So schrieb ich dann Toronto als Zielort auf meinen Antrag.
Die Überfahrt mit dem Schiff nach Kanada und die zwölf Stunden Bahnfahrt nach Toronto hat 285 kanadische Dollar gekostet. Mit einem Wisch Papier auf dem die Adresse des Einwanderungsbüros stand, ging ich auf einen Polizisten zu und sprach ihn an,
"what language do you speak?" ,fragte er.
"Deutsch" sagte ich.
"Here you don't speak deutsch, in Kanada we speak English", sagte er.
Auf die Adresse schauend zeigte er nach Norden. In Kanada und Amerika fährt oder geht man nach Norden, Süden, Osten oder Westen. Aber es war ja Sonnabend und das Büro war geschlossen.
Auf der Yong Str. sprach mich ein Mann an und gab mir einige Tips und Ratschläge, dafür bin ich ihm heute noch dankbar.
Er sagte: "Suche Dir ein Zimmer für fünf oder höchstens sechs Dollar die Woche mit Kochgelegenheit, nimm jede Arbeit an die du kriegen kannst, als Tellerwäscher im Hotel, Autowaschen, Straßenfegen oder als Hilfsarbeiter. Wenn du die Arbeit wechseln willst, höre nie vorher auf, ehe du einen andern Job gefunden hast."
Meine erste Wohnung, vielmehr ein Zimmer, war in einem alten Mietshaus unterm Dach. Natürlich möbliert, ein Bett, ein Stuhl, Kommode, kleines Fenster, Bad und die Toilette waren im zweiten Stock, das ganze Haus hatte es benutzt für fünf Dollar die Woche.
In den darauffolgenden Tagen fand ich einen Job als Hilfsarbeiter auf dem Bau. Es war der 23. September 1953. Wie schon erwähnt, ich sprach so gut wie kein Englisch, konnte mich aber mit Händen und Füßen verständigen.
Am Heiligen Abend wurde auch gearbeitet. Es war kalt und frostig. Mittags kam ein Kanadier und sammelte einen Dollar von jedem für Whiskey: "It is Christmas". Am Nachmittag wurde nicht mehr gearbeitet, dafür wurde aus Pappbechern Whiskey getrunken, ich war blau wie eine Haubitze.
Doch irgendwie habe ich es dann doch noch nach Hause geschafft und mich aufs Bett gelegt und bin erst am nächsten Morgen mit einem dicken Schädel aufgewacht. Das war mein erstes Weihnachten in Kanada.
Seitdem ich von Deutschland nach Kanada ausgewandert bin, sind faßt 45 Jahre vergangen. Irgendwie und wann packt einem mal doch das Heimweh nach Deutschland, dem Land der Väter. Besonders um die Weihnachtszeit sehne ich mich nach den Meinen. Im Nordseewellenlied heißt es in der dritten Strophe:
"Alles ist verschwunden,
was mich drückt und treibt,
hab das Glück gefunden,
doch das Heimweh bleibt."
Kanada ist das zweitgrößte Land der Erde und erstreckt sich über 7.000 Kilometer von der Ost- bis zur Westküste.
Im Lied heißt es:
"Amerika, Amerika du wunderschönes Land."
Ist es auch, wer es noch nicht gesehen hat, kann es sich auch gar nicht vorstellen.
Doch, wo viel Sonne, da ist auch viel Schatten, und Probleme gibt es heutzutage überall in der Welt.
© by Erwin Horning, Mölln
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