Endstation Pflegeheim?
Diese ständigen Überschriften und langatmigen Artikel beherrschen seit langem
seriöse Zeitungen ebenso wie die „Yellowpress" und die „Betroffenen"
stehen mit einer gewissen Ängstlichkeit dem allen gegenüber denn was zeigt man
uns (den Betroffenen) da an Endstationsmöglichkeiten auf. Gott-o-Gott - wirklich?
Ist das so? Das ist unser
Ende?
Ich möchte dennoch ein wenig Mut machen mit meiner Überlegung, Mut machen mit
dem Denken einer „über" 80-jährigen....
Aber hallo, warum nicht? Ich sage,
daß es auch andere Seiten des Altwerdens gibt, ganz andere! Jeder ältere Mensch
hat doch ein über Jahrzehnte angespeichertes „Innenleben" voller
Erfahrungen -- was immer das bedeutet - - Ich frage also: warum wird immer und
immer wieder nur die negative Seite des alt Werdens ~ beinahe drohend -
vermittelt? Wieviel tausend altgewordene Menschen sind tatkräftig, optimistisch
und voller Neugier auf Neues, neugierig auf den nächsten Tag.
Sicher, wer schwer krank ist und
einfach nicht mehr „kann", dem muß Hilfe im Pflegebereich gegeben werden,
liebevolle Pflege, denn sie sind unsere ärmstenMitbürger! Aber sind wir doch
einmal ehrlich, es gibt genug Freunde unter uns, die sich vorzeitig fallen
lassen in der Meinung „nun bin ich alt, nun können die anderen etwas für mich
tun" Nonsens! Angepackt dieses volle schöne Leben und versuchen, Schritt
zu halten! Ist doch gar nicht so schwer. Es gibt so viele Seniorengruppen -
aber hallo, sich einfach anschließen, den Mut haben, hinzugehen und
mitzumachen!
Kleine Reisen in die Umgebung (oder weiter?) machen, sich damit Anregungen und
ein weiteres Blickfeld bilden, nicht nur die Kirchtürme des Wohnortes genügsam
betrachten, die Welt ist so schön!!!
Also, alt gewordene Mitmenschen,
nicht verzagen und sich nicht von den niederdrückenden Pflegeheimberichten
verunsichern lassen. Wir sind noch da und wir sind es gern. Munter bleiben,
fröhlich und dankbar sein, jeden Tag, das ist hilfreiche Medizin!!
Der Jugend sage ich: seid freundlich
zu Euren älter werden Mitmenschen, morgen seid Dir vielleicht selbst „der Mann
mit dem Stock" oder die Frau mit der hilfreichen Krücke - reicht ihnen die
Hand, redet mit ihnen, übt Fairness und Toleranz, so werdet Ihr sie auch
zurückbekommen, denn das haben wir in all den schweren Kriegs- und Aufbaujahren
gelernt im hilfreichen Miteinander Toleranz und Fairness zu beweisen.
Na, habe ich ein wenig Mut gemacht, Senioren? Pflege wenn nötig, aber
Selbständigkeit mit Eigenverantwortung - nicht schlecht -ja???
© by Christa Lischka
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