Christa Lischka


Endstation Pflegeheim?

Diese ständigen Überschriften und langatmigen Artikel beherrschen seit langem seriöse Zeitungen ebenso wie die „Yellowpress" und die „Betroffenen" stehen mit einer gewissen Ängstlichkeit dem allen gegenüber denn was zeigt man uns (den Betroffenen) da an Endstationsmöglichkeiten auf. Gott-o-Gott - wirklich? Ist das so? Das ist unser Ende?

Ich möchte dennoch ein wenig Mut machen mit meiner Überlegung, Mut machen mit dem Denken einer „über" 80-jährigen....
Aber hallo, warum nicht? Ich sage, daß es auch andere Seiten des Altwerdens gibt, ganz andere! Jeder ältere Mensch hat doch ein über Jahrzehnte angespeichertes „Innenleben" voller Erfahrungen -- was immer das bedeutet - - Ich frage also: warum wird immer und immer wieder nur die negative Seite des alt Werdens ~ beinahe drohend - vermittelt? Wieviel tausend altgewordene Menschen sind tatkräftig, optimistisch und voller Neugier auf Neues, neugierig auf den nächsten Tag.

Sicher, wer schwer krank ist und einfach nicht mehr „kann", dem muß Hilfe im Pflegebereich gegeben werden, liebevolle Pflege, denn sie sind unsere ärmstenMitbürger! Aber sind wir doch einmal ehrlich, es gibt genug Freunde unter uns, die sich vorzeitig fallen lassen in der Meinung „nun bin ich alt, nun können die anderen etwas für mich tun" Nonsens! Angepackt dieses volle schöne Leben und versuchen, Schritt zu halten! Ist doch gar nicht so schwer. Es gibt so viele Seniorengruppen - aber hallo, sich einfach anschließen, den Mut haben, hinzugehen und mitzumachen!
Kleine Reisen in die Umgebung (oder weiter?) machen, sich damit Anregungen und ein weiteres Blickfeld bilden, nicht nur die Kirchtürme des Wohnortes genügsam betrachten, die Welt ist so schön!!!

Also, alt gewordene Mitmenschen, nicht verzagen und sich nicht von den niederdrückenden Pflegeheimberichten verunsichern lassen. Wir sind noch da und wir sind es gern. Munter bleiben, fröhlich und dankbar sein, jeden Tag, das ist hilfreiche Medizin!!

Der Jugend sage ich: seid freundlich zu Euren älter werden Mitmenschen, morgen seid Dir vielleicht selbst „der Mann mit dem Stock" oder die Frau mit der hilfreichen Krücke - reicht ihnen die Hand, redet mit ihnen, übt Fairness und Toleranz, so werdet Ihr sie auch zurückbekommen, denn das haben wir in all den schweren Kriegs- und Aufbaujahren gelernt im hilfreichen Miteinander Toleranz und Fairness zu beweisen.

Na, habe ich ein wenig Mut gemacht, Senioren? Pflege wenn nötig, aber Selbständigkeit mit Eigenverantwortung - nicht schlecht -ja???

© by Christa Lischka

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