Es gibt viele Möglichkeiten, die Umwelt zu beobachten!
Letzt saß ich im Park auf einer Bank und beobachtete die "Grauen Bataillone".
Ihr meint, es seien gar nicht so viele? Habt Ihr eine Ahnung!
Durch Krieg und Nachkriegszeit mit der langen Hungerperiode ist eben diese ältere Generation
standhaft im wahrsten Sinne des Wortes, geblieben und viele sind ohne ernsthafte Erkrankungen "fit
wie ein Turnschuh" (so sagt man doch jetzt?) Also, Ihr Jungen, lächelt nicht über Opa und Oma
sondern hört zu, laßt Euch etwas erzählen. Manches - oder vieles - ist spannender als ein Science-
Fiction-Film denn: die Einen erzählen von Bombenangriffen, die anderen von der Flucht, wieder
einer vom Sprung über die Mauer, andere vom Zupacken bei der Schuttbeseitigung - Schutt auf den
Straßen, Schutt in den Köpfen! -
Erstaunlich aber: sie sind noch "da", diese grauen Eminenzen, trotz der Bombennächte, trotz der
Flucht, trotz dem Sprung über die Mauer. Ja, sie sind zäh geworden und Ihr solltet Euch ein wenig
um sie kümmern.
Nicht, daß sie Euch als Gehhilfe brauchten sondern zieht Eure Erfahrungen aus dem,
was sie erlebten und wie sie es überlebten!
Das ist - als Kaleidoskop des Lebens - interessant zu erfahren, denn das war "gelebtes
wirkliches Leben" und keine Seifenoper . Hört nur zu und fordert eure "Altvorderen"
(so hieß das früher!) zum Erzählen heraus.
© by Christa Lischka
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