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Demenz
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Schnelle Hilfe hilft am besten
Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit,
an Demenz zu erkranken. Typische Symptome sind Vergesslichkeit, Verwirrtheit und
Sprachstörungen. Je früher die unheilbare Erkrankung des Gehirns erkannt
und behandelt wird, umso besser stehen die Chancen, ihren Fortschritt zu verlangsamen.
Die Alzheimer-Erkrankung
ist die häufigste Form der Demenz (ca. 60 bis 80 Prozent der Betroffenen).
Dabei sterben die Nervenzellen des Gehirns ab. In ca. 20 Prozent aller Fälle
wird der Gedächtnisverlust von Durchblutungsstörungen des Gehirns ausgelöst.
In Rheinland-Pfalz sind insgesamt zwischen 50.000 und 60.000 Menschen an einer Demenz erkrankt. Es ist damit zu rechnen, dass etwa 11.000 Neuerkrankte jährlich hinzukommen.
Warnsymptome
Demente Menschen werden nicht nur vergesslich, sie
haben auch Probleme, Zusammenhänge zu erfassen, und verlieren die Fähigkeit,
klar zu denken. Wenn die folgenden Warnsymptome auftreten, sollte der Betroffene
von einer Ärztin oder einem Arzt untersucht werden:
- Starke Vergesslichkeit
Wenn Termine oder Namen nicht nur gelegentlich,
sondern sehr häufig vergessen werden, kann dies ein Zeichen sein, dass die
Gedächtnisleistung abnimmt.
- Probleme bei Gewohnheitshandlungen
Fast jeder erinnert sich ab und zu nicht
mehr daran, ob er die Kaffeemaschine ausgemacht hat, bevor er aus dem Haus ging.
Demenzerkrankte vergessen unter Umständen sogar, dass sie Kaffee gekocht
haben.
- Sprachschwierigkeiten
Demenzkranken fallen manchmal ganz einfache
Worte nicht mehr ein. Dadurch werden ihre Sätze oft unverständlich.
- Räumliche und zeitliche Desorientierung
Menschen mit Demenz kann es passieren, dass
sie in ihrer Straße stehen und nicht wissen, wo sie sind und wie sie nach
Hause kommen.
- Eingeschränkte Urteilsfähigkeit
Demenzkranke können Sachverhalte nicht
mehr angemessen beurteilen. So kann es passieren, dass sie z. B. im Sommer einen
warmen Mantel tragen oder im Winter barfuss auf der Straße herumlaufen.
- Nachlassen des abstrakten Denkens
Häufig werden Zahlen nicht mehr richtig
verstanden und eingeordnet. Auch Verständnis und Wiedergabe komplexer Sachverhalte
sind erschwert.
- Unpassendes Ablegen von Gegenständen
Manchmal werden Gegenstände an völlig
unpassenden Stellen abgelegt, die Zahnbürste im Kühlschrank oder der
Kaffeelöffel im Badezimmer.
- Stimmungsschwankungen
Die Stimmungen schwanken plötzlich,
unvorhersehbar und ohne erkennbaren Grund.
- Veränderungen der Persönlichkeit
Manchmal verändert sich die Persönlichkeit
grundlegend und über eine lange Zeit hinweg.
- Verlust an Motivation und Eigeninitiative
Demenzkranke verlieren häufig jegliches
Interesse an Hobbies, an ihrer Arbeit, an einer neuen Aufgabe.
Was kann die Ärztin / der Arzt tun?
Es ist wichtig, eine Demenzerkrankung rechtzeitig
zu erkennen und zu behandeln, damit durch die richtige Behandlung die Selbstständigkeit
des Kranken so lange wie möglich aufrechterhalten werden kann. Die Ärztin
oder der Arzt wird zunächst einmal prüfen, ob es sich tatsächlich
um eine krankhafte Störung des Gehirns (beispielsweise eine Demenz) handelt
oder ob ein normaler altersbedingter Leistungsabfall vorliegt. Anhand von Gedächtnis-
und Orientierungstests kann der Schweregrad der Krankheit festgestellt werden.
Zu einer eindeutigen Diagnosestellung können mit Hilfe einer Computertomographie
oder ähnlicher Verfahren Bilder vom Gehirn aufgenommen werden, auf denen
der mögliche Verlust des Gehirngewebes sichtbar wird. Neue, spezifisch wirkende
Medikamente verzögern das Fortschreiten dieser noch unheilbaren Krankheit
und mildern extreme Stimmungsschwankungen. Darüber hinaus wird versucht,
die Kranken geistig und körperlich zu aktivieren und anzuregen. Es ist nachgewiesen
worden, dass Symptome wie Angst oder Unruhe durch eine Aktivierung der Menschen
positiv beeinflusst werden können.
Wo wird Ihnen geholfen?
Menschen, die an Demenz erkrankt sind, brauchen besonders intensive Hilfe,
Betreuung und Pflege. Die ist jedoch nur zu leisten, wenn viele gemeinsam an einem
Strang ziehen: Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten,
Pflegekräfte, Kliniken, Angehörigen-Selbsthilfegruppen, Ambulante Hilfsdienste,
Beratungsstellen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Auch die Angehörigen,
die oft selbst diese Pflege übernehmen, brauchen viel Unterstützung
und Hilfe. Denn: Der/die zu pflegende Vater, Mutter, Ehepartner, Familienangehörige
oder Freundin hat oft die Kontrolle über sein oder ihr Verhalten verloren.
Und damit werden die meisten Angehörigen auf Dauer nur schwer fertig. Hinzu
kommt, dass das Thema "Demenz" in der Gesellschaft oft tabuisiert wird. Die meisten
Menschen wissen viel zu wenig über die Krankheit - über Ursachen und
typische Warnsymptome ebenso wie über den sinnvollen Umgang mit dem Kranken.
Die meisten Menschen möchten gerne zu Hause bleiben und dort versorgt und
auch gepflegt werden. Diesem Wunsch nachzukommen bedeutet für pflegende Angehörige
in der Regel eine Veränderung der eigenen Wohnsituation und der Logistik
des täglichen Lebens. Die Demenzerkrankung eines zu pflegenden Angehörigen
fordert von Familienmitgliedern ein hohes Maß an Verständnis und Einfühlungsvermögen.
Extreme Belastungen können die Folge sein.
Häufig sind die Beratungs- und Koordinierungsstellen der Sozialstationen
(AHZ) der erste Ansprechpartner für Familien, die einen Demenzkranken versorgen
und Hilfe und Beratung wünschen (die Adressen finden Sie weiter hinten in
diesem Senioren-Wegweiser). Aufklärung zu diesem Thema hat sich auch die
Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG)
auf die Fahnen geschrieben, die im März 2004 gemeinsam mit dem Ministerium
für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit (MASFG) und anderen Partnern
die "Demenzkampagne Rheinland-Pfalz" als Teil der Initiative "Menschen pflegen"
ins Leben rief. Diese Kampagne soll dazu beitragen, dass die Pflege und Betreuung
für die Betroffenen auch in Zukunft auf einem qualitativ hohen Niveau sichergestellt
werden kann. Gleichzeitig wird für mehr Verständnis im Umgang mit Erkrankten
und pflegenden Angehörigen geworben. Umfangreiche Informationen zum Thema
Demenz und der Kampagne selbst finden Sie im Internet unter der Adresse www.demenz-rlp.de.
Quelle: Demenz-Kampagne Rheinland-Pfalz der Landeszentrale für Gesundheitsförderung
Hier finden Sie Rat und Hilfe bei Alzheimer-Erkrankung:
Alzheimer Selbsthilfegruppe Koblenz,
Lindenstr. 23, 56073 Koblenz
Telefon 02 61 / 4 86 51,
Ansprechpartnerin: Frau Alma Fuhrmeister
Weitere hilfreiche Internet-Adressen bei Demenzerkrankungen:
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